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Diagnose Diabetes mellitus Typ 2

Ihr Lieben!

Ende 2020 bekam ich die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2, nach einem routinemässigen Check up. Ich gebe zu, der letzte Check up war schon einige Jahre her und ich hatte tatsächlich Respekt vor dem Ergebnis. Doch mit einem erhöhtem Blutzuckerspiegel hatte ich nicht gerechnet, jedenfalls nicht in der Höhe. Und zwar so hoch, dass sofortiges Handeln erforderlich war. Ich sass bei meiner Hausärztin im Sprechzimmer und war wie gelähmt.

Diagnose Diabetes mellitus Typ zwei - Zuckerberg mit Herzchen aus Zucker

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die sich durch einen erhöhten Zuckerspiegel im Blut auszeichnet. Was sind die Gründe? Neben erblicher Veranlagung, sind ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel die Punkte, welche zu einer Insulinresistenz führen. Tja, genau da lag mein Problem. Falsche Ernährung und viel zu wenig Bewegung. Das ist über Jahre hinweg gut gegangen, aber nun sagte mein Körper STOP.

Und nun? Nun muss gehandelt werden. Es folgte eine Medikamenten-Therapie mit Metformin-Tabletten. Dass ich mich mehr bewegen muss stand außer Frage. Tja, und auch eine Ernährungsumstellung musste her. Bähm! Es galt, viele Dinge gleichzeitig und möglichst schnell umzusetzen. Ich fühlte mich damit überfordert und hatte gleichzeitig ein ängstliches Gefühl in mir. Was ich so überhaupt nicht von mir kenne. Denn die gesundheitlichen Spätfolgen einer unbehandelten Diabetes-Erkrankung sind nicht sehr attraktiv.

Diagnose Diabetes mellitus Typ zwei - Süßigkeiten Schaumgummi

Die nächste Herausforderung war der Bewegungsmangel in meinem Leben, denn das musste ich auf jeden Fall ändern. In jungen Jahren war ich sportlich und schlank. Das änderte sich schlagartig mit Mitte zwanzig, als ich einen doppelten Bandscheibenvorfall diagnostiziert bekam. Ab da an wurde ich zu einer faulen Couch-Potatoe. Die Symptome der Bandscheibenvorfälle konnten durch einen guten Arzt gut gemildert werden. Ich bin Ihm heute noch von Herzen dankbar, dass er mir  – mit seinem Ehrgeiz mir zu helfen – eine OP an der Wirbelsäule erspart hat.

Doch wie kann ich mich bei einem Vollzeitjob im Büro mehr bewegen? Es erschien mir nicht machbar. Yoga war ein kleiner Einstieg und regelmässige Spaziergänge. Also bin ich quasi von NULL gleich auf HUNDERT hochgeschnellt. Mit der Zeit merkte ich, dass meine Kondition besser wurde. Und dann wurden halt auch Ausflüge gemacht, bei denen längere Spaziergänge von drei bis vier Stunden auf dem Programm standen. Mittlerweile kein Problem mehr für mich. Doch dazu berichte ich Euch in einem anderen Blogbericht mehr.

Die größte Herausforderung war die Ernährungsumstellung für mich. Dabei war mir sonneklar, was ich alles falsch machte. Ich wusste es genau und habe es doch über Jahre falsch gemacht. Ganz schön dumm. Ich musste meine liebgewonnen Gewohnheiten analysieren und völlig neu ausarbeiten. Ich stand wie ein Ochs vor dem Berg. Es machte sehr schnell Klick, denn ich wollte einfach nicht diese ganzen Spätfolgen von Diabetes haben. Ich musste aktiv werden, wenn ich alt werden und dabei gesund bleiben wollte. Als meine Ärztin dann aber das Wort „Low Carb“ fallen lies, dachte ich ernsthaft, ich falle in Ohnmacht. Wir einigten uns darauf, dass ich mich abends Low Carb ernähren würde. Es kam mir unfassbar schrecklich vor. Abends nach Hause kommen, nach einem langen Tag im Büro und keine Spaghetti mit Gorgonzola-Soße essen? Für mich absolut unvorstellbar.

Nun ist ein dreiviertel Jahr  nach der Diagnose Diabetes mellitus vergangen und ich habe mit verschiedenen Veränderungen in meinem Leben die ersten positiven Ergebnisse erzielt. Die Tabletten-Therapie mit Metformin war eine echte Herausforderung, weil ich mit den üblichen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall zu kämpfen hatte. Aber auch das spielte sich mit der Zeit ein. Die regelmässige Bewegung ist mir ein guter Freund geworden, weil ich bemerkt habe, dass es nicht nur meinem Körper gut tut, sondern auch meiner Seele. Auch das mit der Ernährung spielt sich langsam ein. Das war bzw. ist für mich allerdings nach wie vor die höchste Hürde und ich mache noch immer viele Fehler. Doch auch hierzu in einem anderen Blogbericht mehr.

Wichtig ist für mich, dass mir mit der Diagnose Diabetes Mellitus Typ 2, klar geworden ist, dass ich aktiv etwas in meinem Leben ändern muss. Von einfach ist hier auf keinen Fall die Rede. Aber es ist machbar. Dass mir eine unglaublich liebe und gute Ärztin, mit Rat und Tat zur Seite steht, ist einfach unbezahlbar. Die keinen Druck ausübt, sondern unterstützend eingreift. Denn letztendlich führt auch die beste pharmazeutische Therapie nicht zum Erfolg, wenn Geist und Körper nicht im Einklang sind. Es hat Klick gemacht und ich bin auf einem guten Weg. Und ich werde Euch gerne daran teilhaben lassen.

Lebt Ihr oder Freunde/Familie auch mit der Diagnose mellitus?

Eure Natascha

2 thoughts on “Diagnose Diabetes mellitus Typ 2

  1. Huhu du Liebe,
    puh, ich glaube dir sofort, dass du bei der Diagnose erst mal wie gelähmt warst. Das wäre mir genauso gegangen. Ich finde mich in vielen Zeilen, die du schreibst, wieder. Ich bin mittlerweile stark übergewichtig und bewege mich viel zu wenig. Wie lange das noch gut geht, ohne gesundheitliche Folgen zu spüren, ist fraglich. Ich hoffe, dass ich den Dreh vorher noch bekomme und ich von einer solchen Diagnose verschont bleibe. Meine Schwägerin hat als junge Frau Diabetes bekommen und sie hat sich damit im Laufe der Zeit arrangiert so gut es eben geht.
    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du einen für dich akzeptablen Weg findest – vor allem, was die Ernährung angeht, mit dem du und deine Seele sich wohl fühlen.
    Herzliche Grüße, Tati

    1. Hey liebe Tati!

      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar.
      Ich kann nur von mir sagen, dass ich ohne diesen „Wink mit dem Zaunpfahl“ die Kurve alleine nicht hin bekommen hätte.
      Auch ich kenne Menschen, die Diabetes haben. Aber ich habe auch bei meinem Papa gesehen, welche Folgen das haben kann. Schön ist das halt eben nicht.
      Mein Weg wird noch lang sein, aber ich habe schon mal den richtigen Pfad eingeschlagen. Es wäre auch verwunderlich, wenn alle Umstellungen umgehend geklappt hätten.
      Es sind einfach zu viele. Wichtig ist erstmal, die Krankheit zu realisieren und sich zu informieren, was das bedeutet. Dann kommt alles weitere.
      Ganz wichtig ist das Thema Ernährung. Denn Essen ist für mich Genuss, meine Auszeit, mein Wohlfühlfaktor. Da Bedarf es noch viel Übung. Ich bin zuversichtlich, liebe Tati.

      Herzliche Grüße und ein wunderschönes Wochenende,
      Natascha

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